Seit 2004 stehen die Gewächshäuser leer, und das Areal schien in eine Art Dornröschenschlaf gefallen. Bis sich 2017 eine Initiative „Neue Stadtgärtnerei“ gründete und sich gemeinsam mit der „Montag Stiftung Urbane Räume“ daran machte, hier ein sozialökologisches Stadtteilprojekt zu entwickeln. Geplant sind Wohnungen für rund 100 Menschen, wobei die Hälfte der Wohnungen eine
Sozialbindung erhält. Die Häuser werden Gemeineigentum, in Selbstorganisation verwaltet und bleiben aufgrund ihrer Rechtskonstruktion unverkäuflich. Zusätzlich ist eine „Baum-Feld-Wirtschaft“ vorgesehen, bei der die ökologische Gemüse- und Kräuterproduktion mit Sträuchern und Obstbäumen kombiniert wird.

Die Montag Stiftung baut mit dem Projekt „Zukunftsort Dransdorfer Berg“ ein Nachbarschaftsquartier mit Kultur, Pflege und Bildung, und am künftigen „Dorfplatz“ ist ein Café geplant. So wird versucht, Bauen und Wohnen, Bildung und Landwirtschaft für eine nachhaltige Lebensweise zu verbinden. Dazu haben sich die beiden Partner intensiv mit allen Ideen und Wünschen auseinandergesetzt und mit der Stadt verhandelt.

Doch sie brauchen einen langen Atem. Nach dem Planungswettbewerb konnten sie im vergangenen Jahr einen Erbpachtvertrag schließen, jetzt läuft ein Bebauungsplanverfahren und man hofft, 2028 mit dem Bauen zu beginnen. Bis dahin müssen sie noch Direktkredite einwerben und suchen dafür Unterstützer. Und wenn alles klappt, werden dann auch die ersten Menschen hier leben und arbeiten.