Gegründet als Gewerbestandort im Jahr 1895, als die Bergische Eisenwaren-Fabrik des Robert Weber hier Produktionsstätten mit eigenem Gleisanschluss errichtete. 1937 übernahm die Firma Albert Schulte Söhne KG das Areal. Sie produzierte unterschiedliche Rollen, für Klaviere etwa oder den Möbeltransport, seit den 1930er-Jahren unter dem Markennamen „Rhombus“. In den 1990er-Jahren stellte das Unternehmen die Produktion auf dem „Rhombus Areal“ ein und der Betrieb wurdeverlagert. Seit dieser Zeit liegen die großen Hallen und Fabrikationsgebäude brach und sind langsam verfallen.
Nach vielen Jahren des Stillstands und einigen vergeblichen Anläufen der Entwicklung dieser Flächen, direkt gegenüber der Wermelskirchener Innenstadt, kommt neuerdings Bewegung in die Sache. Stadt und private Eigentümer haben sich darauf verständigt, das Areal gemeinsam zu entwickeln. Jeder hat seinen Teil, aber bei gleichem Ziel: ein gemischtes Quartier zu entwickeln, das verschiedene Angebote bereithält und damit eine kluge Ergänzung der gegenüberliegenden Innenstadt darstellt. Die Stadt tut das mit dem REGIONALE-Projekt Perspektive Rhombus Areal in Wermelskirchen. Wesentlicher Baustein ist der „Rhombus-Campus“, der ein neues Hallenbad, ein Haus der Vereine und Weiterbildungsangebote, etwa die Volkshochschule, unter einem Dach kombiniert. Die private Seite entwickelt Wohnungen, eine Seniorenpflegeeinrichtung und einen Gesundheitsturm. Zudem entstehen attraktive öffentliche Räume. Ein echter Hingucker verspricht der Fußgänger- und Radfahrersteg zu werden, über den das Areal direkt mit der Innenstadt verbunden wird.