1775 ist zum ersten Mal von einer „kaiserlichen Brücke“ über die Mündung der Wupper im Norden von Leverkusen die Rede. Aber so wie es damals noch kein Leverkusen gab, war es wohl auch keine Brücke, sondern eher ein Fährbetrieb, und der hat seitdem eine bewegte Geschichte. Er erlebte diverse Kriege, Hochwasser und Zerstörungen. In den 1950ern legte man ausgediente Aalschokker als schwimmende Pfeiler in die Mündung, die man so auf einem Steg überqueren konnte. Ihre für die Zeit symbolischen Namen waren „Einigkeit“, „Freiheit“ und „Recht“.

Erst als in den 1970ern die Wuppermündung verlegt wurde, verlor die Brücke ihre Bedeutung, blieb aber beliebtes Ausflugsziel. Es kümmerte sich ein gemeinnütziger Förderverein um das historische Denkmal, das 2010 zum Projekt der rheinischen REGIONALE und im April 2014 wiedereröffnet wurde. Heute gibt es ein Café und einen Kiosk auf der Schiffsbrücke, die vom Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e. V. am Wochenende von 13 bis 17 Uhr betrieben werden.