Ein Jahr später, im Herbst 2023, eröffneten sie ihr „Hauderei – Cafe&Bistro“. Das Wort geht auf ein Kutschen- und Fuhrgeschäft zurück, das in der Nähe lag. Aufgrund einer Insolvenz musste die Hauderei jedoch zum 30. April 2026 schließen. Die Genossenschaft hatte über 300 Mitglieder, mit je 50 Euro waren sie beteiligt. Neben zwei Minijobbern machten sie alles selber, Kaffee und Kuchen (ihr Käsekuchen war legendär), Küche und Bistro, Theke und Saal. Es gab insgesamt 16 Öffnungszeiten oder Schichten in der Woche, und immer waren drei bis vier Genoss*innen dabei.
Die Hauderei war auch Treffpunkt für Handwerker*innen oder den MS-Kontaktkreis, für die Mutter-Kind-Gruppe „Krümelzeit“ und sogar für Sitzungen von Haus & Grund. Daneben gab es Lese- und Fernsehabende, öffentliche Veranstaltungen und regelmäßig die „Bluegrass Jam-Session“.
Die Genossenschaft hat inzwischen über 300 Mitglieder, mit je 50 Euro sind sie beteiligt.
Normal öffnete das Café um 9 Uhr morgens – aber alle 14 Tage donnerstags schon um 6 Uhr in der Früh, am Markttag in Waldbröl. Die Marktbeschicker tranken nach dem Aufbau ihrer Stände im Morgengrauen schon den ersten Kaffee, und am Vormittag ab 11 Uhr gab es dann die spezielle Marktsuppe. „Marktstadt Waldbröl“ ist der amtliche Titel der Gemeinde im Oberbergischen, den Vieh- und Krammarkt gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Ackerwirtschaft war hier immer bescheiden, umso wichtiger die Viehzucht und der Handel. Der „Kram“ kam dazu, Werkzeug, Haushaltswaren oder Kleidung, und macht inzwischen die Hauptsache aus neben Obst und Gemüse, Lebensmitteln oder Gewürzen. Rund 150 Händler ziehen bis zu 15.000 Besucher nach Waldbröl. Der Markt ist die Attraktion. Um das weiter erlebbar zu machen, ist der Bau einer neuen Markthalle im Gange im Rahmen des REGIONALE-Projekts Markt & Mehr – das neue Gesicht der Marktstadt Waldbröl. Mit Informationsstelle, Ausstellung und Shop für regionale Produkte soll die neue Halle zu einem multifunktionalen Anlaufpunkt in der Ortsmitte werden. Das Projekt basiert auf einem interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzept, das die Kommunen Windeck und Waldbröl gemeinsam erarbeitet haben. Es ist zudem Teil des „Städtebaulich orientierten Tourismuskonzepts der Gemeinde Windeck und der Stadt Waldbröl“.