Ein Pavillon am Hang, darunter Wanderbänke, ein Tisch und mittendrin eine Quelle. Gefasst in Bruchstein sprudelt klares Wasser in ein Becken. Eine Tafel informiert über diesen Ort und seine besondere Geschichte. Da gab es einen Ritter im Westerwald, grob und gewalttätig, der damals – die Geschichte spielt vor 800 Jahren – einen armen Köhler blenden ließ, weil der einen Hasen gefangen hatte, und Wild war bekanntlich das Privileg des Adels. Aber wie das bisweilen mit dem Schicksal so ist, es strafte nicht den bösen Ritter, sondern seine Tochter Mathilde, die zur gleichen Zeit wie der Köhler erblindete.
Einige Zeit später, der Vater war wieder mal in irgendeinen Krieg gezogen, machte sich die Tochter, begleitet vom Kaplan, auf den Weg zu einer Tante ins Kloster Herchen. Unterwegs, man war durstig, gelangte die kleine Gruppe an diese Quelle, man erfrischte sich, trank von dem kühlen Wasser, benetzte Gesicht und Augen und – ein Wunder – Mathilde konnte wieder sehen. Seitdem gilt die Ohmbachquelle und ihr Wasser als Heilwasser, klar, u. a. bei Augenleiden. Die Geschichte machte die Runde und wird bis heute erzählt. Und so wurde das ganze Ensemble 2010 im Rahmen des REGIONALE-Projekts Natur + Kultur quer zur Sieg wieder hergerichtet, als Rastplatz für Wander*innen und sicher auch für die eine oder andere Reinigung der müden Lider.