Die „Nordbahntrasse“ ist ein 23 Kilometer langer Fuß- und Radweg quer durchs Wuppertaler Stadtgebiet. Anfang des neuen Jahrtausends entstand die Idee, die kilometerlangen Trassen als Rad- und Fußweg zu nutzen. Die Initiative ging auf den Unternehmensberater Carsten Gerhardt zurück, der Anfang 2006 den Startschuss für den gemeinnützigen Verein „Wuppertalbewegung“ gab. Man erstellte eine Machbarkeitsstudie, machte intensive Öffentlichkeitsarbeit, organisierte Fördermittel und konnte vor allem die Wuppertaler*innen begeistern, sich an Mitmachaktionen, etwa beim Roden der Trasse, zu beteiligen.

Das Ganze war mühsam, aber erfolgreich, und Ende 2014 wurde die Trasse mit Gesamtkosten von 30 Millionen Euro eingeweiht, in nur neun Jahren – das ist für solche von Bürger*innen und Initiativen durchgesetzte Projekte schnell. Neben der Beteiligung des „Zweiten Arbeitsmarkts“ spielten Fragen des Artenschutzes eine wichtige Rolle, wie auch der Erhalt aller Bahnhöfe, Tunnel und Bahnanlagen und ebenso Kunst, Streetart und Gastro auf der Strecke. Heute ist die „Nordbahntrasse“ ein unverzichtbarer Verkehrsweg in Wuppertal und darüber hinaus beliebter Ausflugs- und Freizeit-Spot.

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