Der Impuls und die Idee ging von der Genossenschaft „eco:much“ aus, einer Kooperative für Solidarische Landwirtschaft. Diese wollte nicht nur gemeinschaftlich
Ackerflächen bewirtschaften und gesunde Lebensmittel bereitstellen, sondern diesen
Gedanken in die Mucher Ortsgesellschaft tragen, in einem Netzwerk mit anderen Engagierten. Daraus entstand ein ganzer Strauß von Ideen mit Unterstützung von Bürgermeister und Gemeinderat.

Ein Verein wurde gegründet, die Villa umgebaut, zum Teil in Eigenarbeit der Vereinsmitglieder, und ein zweijähriger, mietfreier Testbetrieb vereinbart, der im Frühjahr 2025 startete. Und schon jetzt bietet die Villa Much vielfältige Angebote und Aktivitäten: von Näh- und Bastelkursen über Spiele, die Selbsthilfegruppe „burn out“
oder einen Frauenkreis, Musik und Theater, den Erlebnisabend „Leichtigkeit statt Stress“ oder auch einen Vortrag „Rechte Tendenzen in der Landwirtschaft“. Dazu Märkte und Feiern nach Anlass und Jahreszeit.

Im Erdgeschoss der Villa finden sich Seminar- und Veranstaltungsräume, plus „Wohnzimmer“ und Küche für gemeinschaftliche Aktivitäten, in der ersten Etage Seminar- und Clubraum, die die jeweiligen Projekte oder Vereine mieten können. Neben temporären Veranstaltungen gibt es auch feste Nutzer*innen wie die eco:much-Genossenschaft oder die Volkshochschule. Der bis 2027 verabredete Testbetrieb widmet sich dem, was aus Sicht der Bürgerschaft in Much fehlt und was sie auf die Beine stellen kann. Der Verein und die Gemeinde gehen davon aus, dass bei Erfolg der Test in eine längerfristige Perspektive übergeht.