Aus einer spontanen Idee nach dem Gottesdienst entwickelte sich ab 2010 ein gemeinschaftliches Projekt: Die Initiator*innen besuchten Nachbar*innen und Freund*innen, warben um Unterstützung und sammelten innerhalb weniger Tage die nötigen finanziellen Zusagen. Viele Menschen aus dem Ort beteiligten sich mit Spenden, Darlehen oder tatkräftiger Hilfe.
Um das Vorhaben schnell und rechtssicher umzusetzen, gründeten die Beteiligten im Frühjahr 2011 eine gemeinnützige GmbH. Diese Rechtsform wurde bewusst gewählt,
weil sie den Kauf und die Organisation einfacher und schneller ermöglichte als ein Verein. Sieben Gesellschafter*innen beteiligten sich mit Einlagen, zusätzlich kamen weitere hohe Spendensummen aus der Dorfgemeinschaft zusammen.
Mit Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher und von Handwerksbetrieben wurde die frühere Gaststätte in nur sechs Monaten kernsaniert. Seit der Eröffnung 2012 dient „Markt 57“ als Begegnungsort für das Dorf. Im Erdgeschoss wieder Gastronomie, während im Obergeschoss die Räume für ehrenamtliche Gruppen, Kurse und Initiativen oder auch gewerbliche Angebote genutzt werden können. Die Ehrenamtlichen zahlen nichts, während kleine Mieteinnahmen aus den gewerblichen
Angeboten zum Erhalt des Hauses beitragen. Das Projekt zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement und eine passende Rechtsform gemeinsam den Traum von einem Dorfzentrum wahr werden lassen können.
Mehr Informationen: Markt 57 – Restaurant in Wermelskirchen