Das ist die spielerische, inzwischen zu einem Markenzeichen gewordene Sommeraktion in den Stadtteilen Höhenberg und Vingst. Zwei ehemals proletarische Bezirke, in denen zahlreiche Arbeitsplätze der Industrie weggebrochen und entsprechend viele Haushalte arm geworden und ohne ausreichendes Einkommen überschuldet und abhängig von staatlicher Unterstützung sind. Vor dem Hintergrund haben engagierte Menschen unter Anführung des katholischen Pastors von St. Theodor, Franz Meurer (s. dazu auch Interview auf Seite 42), in den 1990er- Jahren eine Sommer- und Ferienaktion begründet, die Kinderstadt „HöVi-Land“ mit eigenem Ortsschild.

Rund 500 Kinder, deren Familien sich „Ferien“ eigentlich nicht leisten können, nehmen jedes Jahr daran teil. In den ersten drei Wochen der Sommerferien von montags bis freitags kommen sie auf den Platz und spielen, sind kreativ oder sportlich, unternehmen Ausflüge und vieles mehr. Das Ganze ist auch bei knappen Kassen der Stadt durch das finanzielle Engagement vor allem der Sparkasse KölnBonn für die nächsten Jahre gesichert. Organisiert wird HöVi-Land von einem Team, entscheidend aber ist das ehrenamtliche Engagement von fast 300 Menschen aller Altersgruppen, sie kümmern sich um Aufbau und Wachdienst, ums Betreuen und Kochen, und sogar ein Arzt ist vor Ort. HöVi-Land ist mehr als nur Urlaub vor der Haustür. Es bedeutet seit über 30 Jahren Jahr für Jahr aktive gesellschaftliche Teilhabe, stärkt das Viertel, stärkt die Stadtgesellschaft und damit das demokratische Verständnis.

Mehr Informationen: HöVi-Land: Das Kinderland