Anfang des Jahres aber wurden die Lichtenberger bei einem Informationsabend mit der Idee konfrontiert, wieder einen Laden im Dorf zu eröffnen, und zwar als Genossenschaftsladenunter dem Label „Tante Enso“. Es war die Idee eines Bremer Unternehmens, in kleinen Gemeinden mit mindestens 1.000 Einwohnern und die mehr als fünf Kilometer vom nächsten Supermarkt entfernt sind, einen Laden einzurichten – wenn sich mindestens 300 Menschen vor Ort daran beteiligen. Vier Wochen nur dauerte es in Lichtenberg, und dann waren über 700 Genossenschaftsanteile gezeichnet. Jetzt ist man in der Planung, der Bebauungsplan wird angepasst, der alte Bau saniert, eingerichtet, und man hofft, im kommenden Jahr die „Tante Enso“ zu eröffnen. Und das ist nicht die einzige Enso in der Republik, es gibt schon einige Dutzend. Bei diesem neuartigen Konzept sind die örtlichen Genoss*innen indirekt an dem Unternehmen beteiligt. Das richtet den Laden ein, der rund um die Uhr und alle Tage zugänglich ist, „24/7“, mit einer Chipkarte der Mitglieder. Und das Ganze als Vollsortiment, mit etwa 4.000 Produkten des täglichen Bedarfs, eine Art „Mini-Supermarkt“. Hier in Lichtenberg wird es der erste in Nordrhein-Westfalen sein, gefördert vom Planungsdezernat des Oberbergischen Kreises ganz im Südwesten des Bergischen.