Mehrere Häuser, viel Holz, helle Fassaden, dazwischen Wege und Plätze. Große Räume, die nicht zu einer einzelnen Wohnung gehören, sondern allen gemeinsam. Orte für ein gemeinsames Abendessen, für Geburtstagsfeiern, vielleicht auch einfach für einen Kaffee am Nachmittag.

Das Besondere an diesem Projekt ist neben der Architektur der Gedanke dahinter. Die Wohnungen sind bewusst kleiner geplant als in vielen Neubauten üblich. Dafür gibt es großzügige Gemeinschaftsflächen, die von allen genutzt werden können. Wer einmal mehr Platz braucht – etwa weil ein Kinderzimmer benötigt wird – kann zusätzliche Räume flexibel anschließen. Wenn dieser Bedarf später wieder wegfällt, wird der Raum wieder Teil der gemeinschaftlichen Fläche. Wohnen wird nicht starr gedacht, sondern beweglich. 

Auch beim Bau selbst setzt das Projekt andere Akzente. Nachhaltige Materialien spielen eine große Rolle, ebenso eine Bauweise, die auf den Klimawandel reagiert – mit durchdachten Freiflächen, viel Grün und einer Architektur, die sparsam mit Ressourcen umgeht. Viele Bauteile werden vorgefertigt und modular montiert. Das verkürzt nicht nur die Bauzeit, sondern reduziert auch den Materialverbrauch und garantiert die finanzielle Kalkulation.

Träger des Projekts ist eine Genossenschaft. „Sie ist für uns die sozialste Wohnform, die wir uns vorstellen können“, sagt Christian Weingarten von der Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft CÖW eG. Das Prinzip dahinter ist einfach: Die Bewohner*innen sind gleichzeitig Mitglieder und damit auch Mitverantwortliche für das ganze Projekt.

Der Spatenstich ist im Frühjahr 2026 erfolgt – und wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Bewohner*innen noch vor Weihnachten 2026 ihre Wohnungen beziehen.